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Ferrari 458 Italia: Alle Details und Fotos des neuen Sportwagens

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veröffentlicht am: 24.09.09

Der Ferrari 458 Italia stellt einen wahren Bruch mit den vorangegangenen Modellen der italienischen Sportwagen-Marke dar, indem er einen Generationenwechsel einleitet. Das neue 570 PS starke Modell führt die Tradition Ferraris fort, durch technologische Innovationen aus dem Rennsport den Spaß am Fahren zu erhöhen, und wurde geschaffen, um die Erwartungen und Ambitionen der Kunden zu erfüllen. Um es vorwegzunehmen: Von 0 auf Tempo 100 vergehen nur 3,4 Sekunden und der Vortrieb endet erst bei über 325 km/h. Die klassische Modellbezeichnung besteht aus Hubraum und Zylinderzahl, welcher der Name der Heimat des Wagens hinzugefügt wurde.

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Die in den Mittelheckmotor-Sportwagen eingeflossene Rennerfahrung von Maranello lässt sich nicht nur am technologischen Transfer, sondern auch auf einer mehr emotionalen Ebene erleben, indem Ferrari großen Wert auf eine nahezu symbiotische Verbindung zwischen dem Fahrer und seinem Auto legte. So spannten die Italiener die Rennfahrer-Legende Michael Schumacher von Beginn an in die Entwicklung ein.

Atemberaubendes Design und ausgefeilte Aerodynamik

Jeder Ferrari ist das kompromisslose Ergebnis eines Design-Ansatzes, der Styling und aerodynamische Anforderungen verbindet. Die Front des Wagens besitzt eine einzige große Öffnung für den Frontgrill und die seitlichen Lufteinlässe mit aerodynamischen Bereichen und Profilen. All dies wurde so gestaltet, um Luft auf die Kühler und den flachen Unterboden zu leiten. An der Front befinden sich ferner aero-elastische Winglets, die Abtrieb erzeugen und sich bei steigender Geschwindigkeit verformen, um den Kühlereinlass zu verkleinern und den Luftwiderstand zu verringern.

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Die Ölkühler für das F1-Getriebe und die Doppelscheibenkupplung befinden sich im Heck, wobei ihnen Luft über die Oberseite der Heckflügel zugeführt wird. Diese Lösung führt zu einem sogenannten „Base Bleed“-Effekt, einer aerodynamischen Funktion, die Ferrari für den FXX entwickelte und die den Luftwiderstand reduziert, indem heiße Luft aus den Kühlern unter den Nolder und in den Slipstream geleitet wird.

Die Erfahrung, die man in der aerodynamischen Entwicklung des Ferrari F430 GT2 sammeln konnte, führte zum flachen Unterboden des 458 Italia, in den nun die Lufteinlässe für die Kühlung des Motorraums integriert sind. Diese befinden sich vor den hinteren Radkästen, wo sie den Druckunterschied nutzen, um den Luftfluss effizient in den Motorraum zu leiten und dabei gleichzeitig höheren Heckabtrieb zu erzeugen.

Die Schweller des Wagens zeichnen sich durch zwei Kielformen aus, die als Bugschürzen für die Hinterräder wirken, während der hintere Bereich der Karosserie zwischen den Heckdiffusoren als Einfassung der neuen Dreifachauspuffrohre agiert. Dieses Designmerkmal erinnert an den legendären F40 und verleiht dem Heck des 458 Italia eine aggressiv-sportliche Note. Das Triebwerk - ganz in der Tradition der Ferrari V8-Mittelheckmotoren - ist durch die Motorabdeckung sichtbar.

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Dank der ausgefeilten Formgebung zeichnet sich der Ferrari 458 Italia durch eine hohe aerodynamische Effizienz (1,09) sowie durch ausgezeichnete Drag- und Downforce-Werte (Cd 0,33 respektive Cl 0,36) bei einem Abtrieb von 140 Kilogramm bei 200 km/h und ganzen 360 Kilogramm bei Höchstgeschwindigkeit aus.

Die trapezförmigen Frontkühler sind so positioniert, dass sie die Auswirkungen des internen Kühlflusses auf Drag und Downforce minimieren. Die Ölkühler für das F1-Getriebe und die Doppelscheibenkupplung befinden sich im Heck, wobei ihnen Luft über die Oberseite der Heckflügel zugeführt wird.

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Auf dem aerodynamischen Unterboden befinden sich hingegen die Lufteinlässe für die Kühlung des Motorraumes, wobei hier Druckunterschiede die Luft bestmöglich verteilen und derart positioniert sind, dass sie die rückwärtige Downforce erhöhen. Auf ähnliche Weise wird Luft von der Front zum Heckdiffusor geleitet, wo Ferrari die Zahl und Position der Gitter so plante, dass die Verteilung der Luftwirbel optimiert wird, um die Downforce zu steigern.

V8-Motor: Optimierung mit dem Know-how aus der Formel 1

Der V8-Mittelheckmotor mit Trockensumpfschmierung weist einen Hubraum von 4.499 cm³ auf und besitzt einen vollkommen neuen Aufbau, um eine maximale Drehzahl von 9.000 U/min zu erreichen, wenn der Ferrari 458 Italia seine 527 PS ausspielt. Das enorme zur Verfügung stehende Drehmoment - insgesamt 540 Nm bei 6.000 U/min und über 80 Prozent ab 3.250 U/min - ermöglicht in sämtlichen Drehzahlbereichen außergewöhnliche Beschleunigungswerte.

Das Design der Triebwerkskomponenten wurde stark durch den Technologie-Transfer aus dem Motorsport - insbesondere der Formel 1 - beeinflusst, um ein Höchstmaß an fluidodynamischer Effizienz zu erzielen. Den Kraftstoffverbrauch gibt Ferrari mit 13,7 Litern auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 307 g/km entspricht.

Die Abgasanlage legten die Italiener so aus, dass für den mitreißenden Soundtrack gesorgt wird, den Ferrari V8-Fahrer gewohnt sind. Eines der wichtigsten Ziele im Bereich der Abgasanlage war die Gewichtsreduzierung. Der Katalysator wurde im mittleren Bereich an den Auspuff durch eine flexible Verbindung gekoppelt, um Vibrationen zu minimieren und den Einsatz dünneren Metalls zu ermöglichen. Der Vorkatalysator wurde beseitigt, womit das Gesamtgewicht sowie Rückdruck reduziert, dabei jedoch die strikten Euro-5-Vorgaben eingehalten werden konnten.

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Neue F1-Schaltung für noch sportlichere Gangwechsel

Eine der bedeutendsten Neuheiten im Ferrari 458 Italia ist die Einführung des 7-Gang-F1-Getriebes mit Doppelscheibenkupplung, um schnellere und gleichzeitig sanftere Gangwechsel zu ermöglichen. Die Schaltzeiten liegen bei Null, wodurch es keine Unterbrechung des Motordrehmoments auf die Antriebsräder gibt. Im Vergleich zum Getriebe des Ferrari California verringerten die Macher die Reaktionszeiten.

Darüber hinaus besitzt der Ferrari 458 Italia spezielle, sportlichere Getriebeübersetzungen, um der Leistungs- und Drehmomentkurve des neuen V8-Triebwerks zu entsprechen und auch im niedrigen Drehzahlbereich ein hohes Drehmoment zu generieren. Das elektronische E-Diff-3-Differential integrierte Ferrari in das Getriebe, was zu einer kompakteren, leichteren Einheit führte.

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Weiter verbesserte Fahrzeugdynamik und Elektronik

Der Ferrari 458 Italia ist mit der neuesten, magnetologisch gesteuerten Aufhängung der zweiten Generation (SCM2) ausgestattet. Im Vergleich zum mit dem 599 GTB Fiorano eingeführten vorangegangenen System bietet das SCM2 eine verbesserte ECU (um 50 Prozent verringerte Eingabezeit) und eine Stoßdämpferkrafterzeugung von 8 Millisekunden – beim Ferrari 599 GTB sind es 15 Millisekunden.

Im 458 Italia band Ferrari die E-Diff- und F1-Trac-Steuerungssoftware in das gleiche ECU ein. Damit werden die Datenübertragungszeiten zwischen den beiden Systemen auf ein Minimum reduziert, wobei die Italiener die einzelnen Logiken gleichzeitig weiterentwickelten, um die Fahrzeugperformance zu verbessern.

Für das E-Diff realisierte Ferrari eine sogenannte „Power On“-Strategie, welche die Traktion bei Kurvenausfahren beeinflusst und in die F1-Trac-Logik integriert wurde. Eine Evolution, welche die Arbeiten der beiden Systeme verbindet und dabei gleichzeitig mit der ABS-Kontrolllogik gekoppelt ist, die man speziell für Fahrbahnoberflächen mit hohem Grip auslegte.

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Das elektronisch gesteuerte Differential verteilt kontinuierlich Drehmoment auf die Hinterräder - sowohl bei „Power Off“ (während der Kurveneinfahrt) als auch bei „Power On“ (bei Beschleunigung während der Kurvenausfahrt) - um die maximale Fahrzeugstabilität und -kontrolle unter sämtlichen Fahrbedingungen und bei allen Fahrbahnbeschaffenheiten zu ermöglichen.

Das E-Diff 3 arbeitet jetzt noch enger mit dem F1-Trac zusammen, wobei eine Reihe an F1-Trac-Parametern und Berechnungen, zum Beispiel des Grips, genutzt werden. Dies erfolgt in den Manettino-Einstellungen, in denen das F1-Trac aktiviert (Sport - Race) und deaktiviert (CT Off und CST Off) ist.

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Im Vergleich zu vorangegangenen Versionen, bietet das E-Diff 3 eine verbesserte Drehmomentdistribution bei Kurvenausfahrten (in Sport, Race, CT Off und CST Off), was in Form von verbessertem Grip, besserer Straßenlage und progressiverem Handling am Limit zum Ausdruck kommen soll. Das Ergebnis stellt eine Verbesserung der Längsbeschleunigung um 32 Prozent in der Beschleunigung bei Kurvenausfahrt im Vergleich zu den vorangegangenen Modellen dar.

Serienmäßig verfügt der neue Ferrari 458 Italia über ein Carbon-Keramik-Bremssystem von Brembo, das aus 6-Kolben Aluminiumbremssättel mit 398 x 36 Millimeter großen Scheiben vorne und 4-Kolben Aluminiumbremssättel mit 360 x 32 Millimeter messenden Pendants hinten. Von 100 auf 0 km/h benötigt der Ferrari 458 Italia nur 32,5 Meter, beim Abbremsen von 200 km/h bis zum Stillstand sind es lediglich 128 Meter.

Interieur: Komplett neu und vom Motorsport inspiriert

Das Centro Stile Ferrari machte sich daran, Ferraris traditionelles Sportwagen-Interieur innovativ und funktionell zu reinterpretieren. Das Interieur spiegelt das Design des Wagens mit klaren Formen wieder und zeigt ein neues, fahrerorientiertes Cockpit mit wichtigen Einflüssen aus dem Motorsport.

Radikal neue und intuitive Ergonomie umschließt den Fahrer im Zentrum in einem einfachen, stromlinienförmigen Layout. Die oberen und unteren Bereiche des Armaturenbrettes verkleidete Ferrari mit Leder, während die Instrumenteneinfassung auf einem Bereich aus Aluminium sitzt, der eine einzige strukturelle Einheit formt, auf der die Gehäuse und die sekundären Kommandofunktionen sitzen. Bei der Form der Lufteinlässe ließen sich die Macher vom Design der Endauspuffrohre der Formel-1-Wagen inspirieren, wie man sie bis vor wenigen Jahren sehen konnte.

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Die schlanke, minimalistische Mittelkonsole weist eine Aluminiumgussform auf, in der die F1-Konsole untergebracht ist, die auch die Launch-Control und die sekundäre Gangschaltungskontrolle für Rückwärtsgang und Automatikeinstellungen umfasst. Um die Knöpfe der F1-Konsole und die elektrischen Fensterheber zu bedienen, lässt sich die mit Leder verkleidete Armstütze nutzen. Auf der Konsole befinden sich außerdem zwei kleine, mit Alcantara ausgeschlagene Ablagekästen.

In der Türverkleidung befinden sich die Seitenairbags. Die schlanken Formen werden dadurch hervorgehoben, dass sich die Luftauslässe für die Seitenfenster nun an den Enden des Armaturenbrettes befinden. Die Tasche aus weichem Leder im unteren Bereich der Türen bietet weiteren Stauraum für Kleinigkeiten.

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Fahrer/Fahrzeug-Interface: Auf puren Fahrspaß ausgerichtet

Auch die Positionierung der Hauptkommandoeinheiten wurde neu interpretiert, um ein vollständig fahrerorientiertes Cockpit zu gestalten. Sämtliche Hauptkommandos sind nun auf dem Lenkrad angebracht, während die sekundären Kommandos in zwei hinter dem Lenkrad auf dem Armaturenbrett angebrachten Gehäusen liegen. Die Display-Anzeigen befinden sich direkt im Blickfeld des Fahrers.

In einem entscheidenden Schritt, der die Nähe der Ferrari-Straßenwagen zu den F1-Boliden unterstreicht, beseitigten die Macher sämtliche an der Lenksäule angebrachten Hebel. Alle Hauptbedieninstrumente befinden sich nun auf dem Lenkrad, um für eine absolute Fahrzeugkontrolle unter jeglichen Bedingungen zu sorgen.

Der Ferrari 458 Italia ist mit einem Racing-Manettino ausgestattet, der sportlichere Setups bevorzugt, womit dem Fahrer eine größere Auswahl an rennstreckenbezogenen elektronischen Kontrollparametern zur Verfügung gestellt wird. So schaffte Ferrari das ICE-Setting des F430 zugunsten der „CT-Off“-Einstellung ab, wobei sich mit letzterer die Traktionskontrolle deaktivieren lässt, die Stabilitätskontrolle jedoch aktiviert bleibt.

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Auf dem rechts auf dem Armaturenbrett liegenden Kommandogehäuse befinden sich die Steuerungseinheiten für das Infotainment, während auf der linken Seite das „Vehicle Dynamic Assistance“-Display (VDA) auf dem TFT-Bildschirm zu finden ist. Die „Vehicle Dynamic Assistance“ überwacht die wichtigsten Parameter des Wagens - Triebwerk/Getriebe, Reifen und Bremsen. Die VDA ist in den folgenden Manettino-Einstellungen aktiviert: Race, CT Off und CST Off. Dabei versorgt das System den Fahrer mit visuellen Informationen zum Status der einzelnen Komponenten.

Die Informationen basieren auf einem aus den Parametern der Quer- und Längebeschleunigung, der Umdrehungszahlen und der Geschwindigkeit berechneten Algorithmus. Der Fahrer ist somit stets über die idealen Betriebsbedingungen seines Wagens informiert. Diese Informationen werden in drei Status-Settings zusammengefasst: Warm-Up (Betriebstemperatur zu niedrig), Go (ideale Betriebsbedingungen) und Over (eine oder mehrere Komponenten arbeiten nicht mehr auf ihrem idealen Niveau und müssen gekühlt werden).

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Carrozzeria Scaglietti: Personalisierung bis ins Detail

Das „Carrozzeria Scaglietti“-Programm ermöglicht Ferrari-Kunden, ihre Wagen nach ihren eigenen Wünschen und Geschmack zu personalisieren. Wie für die anderen Wagen der Modellpalette, stehen auch beim 458 Italia vier Personalisierungsarten zur Verfügung: Racing und Rennstrecke, Außenausstattung und Farben, Innenausstattung und Materialien, Ausstattungen und Reise.

Der sportliche Charakter lässt sich zusätzlich durch eine Ausstattung mit Felgen im optionalen Diamant-Finish oder den superleichten „Racing Superleggero“-Rennsitzen hervorheben. Es gibt praktisch eine unendliche Anzahl an Ausstattungs-Kombinationen für das Interieur, wobei der Kunden zwischen Leder, Carbon und Alcantara wählen kann.

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